Das Einfamilienhaus von Familie Voos stammt aus den 1930er Jahren. Hier erfolgte die energieeffiziente Modernisierung schrittweise seit 2019 und teilweise in Eigenregie. Familie Voos legte großen Wert auf nachhaltige Baustoffe und das Ziel "Plusenergiehaus": Die Technik im und am Haus sorgen dafür, dass der Haushalt mehr Strom im Jahr erzeugt, als für Wärme, Strom und Warmwasser benötigt werden. Ein Energieeffizienzexperte erstellte einen individuellen Sanierungsfahrplan der die Modernisierungsmaßnahmen aufeinander abstimmte und zusätzlich vom Staat gefördert wird.

„Wir haben unseren Wärmebedarf mehr als halbiert“

Eine erste Maßnahme war die Installation einer PV-Anlage mit 8,5 kWp. Neben einer Innendämmung aus Holzfaserplatten und Lehmputz und der Dämmung der Kellerdecke wurde auch die Dämmung der obersten Geschossdecke mit Zelluloseflocken in Eigenleistung umgesetzt. Die Außenwände erhielten eine 20 Zentimeter dicke Außendämmung mit Zelluloseflocken (ein Recyclingprodukt) und Holzfaserplatte. Teile der Giebelwände wurden mit Lärchenholz aus dem Odenwald verkleidet. Fenster und Türen wurden teilweise durch 3-fach verglaste Elemente ersetzt. Eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für frische Luft und reduziert die Wärmeverluste.
Im letzten Schritt konnte die alte Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt werden, da der jährliche Wärmebedarf von über 22.000 Kilowattstunden auf unter 8.000 Kilowattstunden gesenkt werden konnte. Die Wärmepumpe wird effizient mit einer Arbeitszahl größer 3 betrieben, größere Umbauarbeiten waren nicht notwendig, die alten Heizkörper konnten beibehalten werden (keine Flächenheizung).
Auch sein Modernisierungsprojekt wurde mit dem ersten Preis und 7.500 Euro Preisgeld ausgezeichnet.

Beim Hessischen Wettbewerb für energieeffiziente Modernisierung gewann Familie Voos 2023 eine Goldmedaille mit einem Preisgeld von 7.500 Euro.
Modernisierungspreis für Familie Voos