Die Dämmung des Daches in Altbauten verbessert den Wärmeschutz und senkt Energiekosten, vor allem dann, wenn die oberste Geschossdecke noch nicht gedämmt wurde. Dieser Schritt kann auch dazu beitragen, den Komfort im Gebäude zu steigern.

Dach dämmen, Erscheinungsbild bewahren
- Um die vorhandene Bausubstanz zu erhalten, sollte zunächst eine Bestandsaufnahme des Daches erfolgen, um den Zustand der Materialien und eine eventuell vorhandene Dämmung festzustellen. Dabei müssen die baulichen Besonderheiten berücksichtigt werden.
- Bei der Auswahl der Dämmmaterialien sind einerseits hohe Dämmwerte und andererseits die Verträglichkeit mit der bestehenden Bausubstanz wichtig.
- Eine fachgerechte Ausführung verhindert Feuchtigkeitsschäden und Wärmebrücken.
- Dämmmaßnahmen sollten mit weiteren energetischen Sanierungsarbeiten koordiniert werden, um eine ganzheitliche Lösung und maximale Energieeinsparungen zu erzielen.
Varianten der Dachdämmung
Für die Dämmung von Dächern in Altbauten sind Unter-, Zwischensparrendämmung und Aufsparrendämmung drei gängige Methoden. Bei Flachdächern muss zusätzlich an eine funktionierende Entwässerung gedacht werden.
Bei der Entscheidung zwischen den Methoden müssen die spezifischen Merkmale des Gebäudes berücksichtigt werden, insbesondere historische Gauben oder andere Dachaufbauten. Zudem ist die Einhaltung der Anforderungen des Denkmalschutzes von großer Bedeutung, um das historische Erscheinungsbild des Gebäudes zu bewahren.
Zwischensparrendämmung |
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Nachteile |
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Aufsparrendämmung |
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Nachteile |
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Untersparrendämmung | |
Vorteile | Nachteile |
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Wenn Sie Ihr Dach neu decken oder eine Dachdämmung installieren beziehungsweise erneuern, müssen Sie die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes 2024 (GEG) beachtet werden. Für die Dämmung eines Steildachs – sei es als Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung oder Untersparrendämmung – darf der U-Wert maximal 0,24 W/(m²K) betragen. Fachbetriebe wissen um diesen Wert. Erfolgt die Dämmung in Eigenregie, sollten Sie den Wert beim Kauf des Dämmmaterials beachten.
Alternative: Dämmung der obersten Geschossdecke
Da warme Luft nach oben steigt, geht in ungedämmten Altbauten viel Energie über das Dach verloren. Wird der Raum unterhalb des Daches nicht genutzt, kann die Dämmung der obersten Geschossdecke eine Alternative zur Dachdämmung sein. Sie lässt sich vergleichsweise einfach umsetzen und erfordert in der Regel keine größeren Arbeiten am Dach selbst. Sie ist zudem oft günstiger als eine vollständige Dachdämmung.
Eine solche Dämmung der obersten Geschossdecke können Immobilienbesitzende auch selbst einarbeiten. Dabei bieten sich Klemmfilz und Zelluloseflocken an. Wie es geht, zeigt unser Tutorial.
Fördermittel
Vergessen Sie bei der Planung nicht die staatliche Förderung: Haben Sie eine Energieberaterin oder einen Energieberater engagiert, hilft er Ihnen bei der Suche, Beantragung und Abwicklung von Fördermitteln. Auch unsere Fördermittelberatung hilft Ihnen.
Aus unserer Mediathek

Energiesparinformation 3: Dachmodernisierung Energieeffizient – Wärmedämmung, Luft- und Winddichtheit
Erscheinungsdatum
16.12.2021
Themenfeld
BürgerinBürger, Energiesparen, Modernisierung Sanierung, Wärme

Energiesparinformation 8: Gute Dämmung rundherum – Schwachstellen in der Gebäudehülle vermeiden
Erscheinungsdatum
22.04.2022
Themenfeld
BürgerinBürger, Energiesparen, Modernisierung Sanierung, Wärme
Unsere Themen im Überblick

Altbau und Energiesparen
Ratgeber zur energetischen Modernisierung von Altbauten mit Tipps zu Dämmung, Heizung, Dach, Keller und Fördermitteln.

Dämmung
Für die Dämmung von Altbauten stehen eine Reihe von Dämmstoffen zur Verfügung.

Heizung
Wärmepumpe, Hybrid-Heizung, Photovoltaik oder Pellets – Heiz-Alternativen im Überblick.

Innendämmung
Außen Fassade erhalten, innen mit Holzfaser, Schaumstoff oder Mineralwolle dämmen.

Fassadendämmung
Wärmedämmverbundsystem und hinterlüftete Vorhangfassade für die Außendämmung.

Kellerdeckendämmung
Die Deckenunterseite lässt sich günstig und als Do-it-yourself-Projekt dämmen.

Photovoltaik mit Weitsicht
PV-Module lassen sich als Indach- oder Aufdach-Lösung montieren. Wichtig ist die Tragfähigkeit.

Türen und Fenster
Keine Chance für nervige Zugluft: Haustüren und Fenster erneuern oder abdichten.

Best Practice Altbau
Beispiele für preisgekrönte Modernisierungen von Altbauten aus Hessen.

Damit aus einem Altbau keine Altlast wird
Der Staat unterstützt Modernisierungen mit Förderung für die Maßnahmen und die Beratung.